Impressum

Ausgangspunkt

Das Clinical Pastoral Training ist eine bewährte und aktuelle Ausbildung und Haltung. Es fördert die Kompetenz in hochkomplexen professionellen Arbeitsfeldern, das spirituelle und psychologische Wachstum der Seelsorgepersonen und die Aneignung von Erkenntnissen aus der Theologie und den Humanwissenschaften.
Das Clinical Pastoral Training CPT in der Schweiz bildet Seelsorgerinnen und Seelsorger für ihre Arbeit in Gemeinde-  und Pfarreipastoral, Spitälern, Heimen und Kliniken aus. Das Kurskonzept entspricht  internationalen Normen der professionellen Weiterbildung in Seelsorge und Pastoralpsychologie, insbesondere den Standards der Deutschen Gesellschaft für Pastoralpsychologie (DGfP), resp. deren Sektion Klinische Seelsorgeausbildung (KSA). Seit 2009 können in der Schweiz ein universitäres Zertifikat CAS, Diplom DAS oder ein Master in Seelsorge und Pastoralpsycholgie MAS erworben werden.

Die Abkürzung für Clinical Pastoral Training hat sich in der Deutschschweiz aus der Pionierzeit in den 70er Jahren erhalten. Unter „klinisch“ verstehen wir das Lernen durch intensive Praxisanalyse. Wir arbeiten in allen Kursen im international erprobten ökumenischen Lernmodell von CPT.

Dazu gehören folgende Lernelemente:

  • Arbeit in einem begrenzten Praxisfeld
    Bei Block-Kursen in der Regel in einem Spital, Pflegezentren oder einer Klinik am Kursort oder in der Nähe. Bei Wochen- und fraktionierten Kursen werden Erfahrungen aus dem eigenen Praxisfeld der Teilnehmenden bearbeitet. Im fraktionierten Kurs sind dies mindestens acht Arbeitstage.
  • Lernen in der Kursgruppe
    Gruppenarbeit mit Selbsterfahrung, Arbeit mit Gesprächsprotokollen und auch Falldarstellungen aus der eigenen Praxis, Gottesdienst-, resp. Predigtwirkungsanalysen (meist nur in langen Kursen möglich), Körper- und Wahrnehmungsübungen sowie Lernprozessanalysen
    Die Kursgruppen sind absichtlich in einer überschaubaren Grösse (8 – 12) und pro Kurs gleichbleibend.
    Die Leitung ist während der Kurszeit konstant, wobei zusätzlich noch weitere ExpertInnen beigezogen werden.
  • Glaube und Theologie
    Geistliche Impulse und Besinnungen gehören zu einem CPT-Kurs. Wir legen Wert auf das theologische Nachdenken über Seelsorge und biblische Texte. Einzelnes wird vertieft, beispielsweise in einem Bibliodrama.
  • Theoriebildung
    Seelsorgerlich relevante theologische Fragestellungen und unterschiedliche humanwissenschaftliche Ansätze werden vorgestellt, ausgetauscht und reflektiert. Dazu Literaturstudium und praxisnahe Kurzreferate, teilweise unter Beizug von externen Fachpersonen.
  • Supervision
    Kursbegleitend sind Gruppensupervisionen und in Langen Kursen zudem Einzelsupervisionen wichtiger Bestandteil der Ausbildung. Ihr Ziel ist es, die seelsorgerliche und kommunikative Fähigkeit ressourcenorientiert zu fördern, zu stützen und weiter zu entwickeln.

Zielsetzung

Die Teilnehmenden werden in ihrer persönlichen, fachlichen, sozialen und religiösen Kompetenz unterstützt, begleitet und gefördert, um die eigene Berufspraxis, vorwiegend im Bereich der Seelsorge, bewusster wahrnehmen, mitgestalten und verantworten zu können.

Teilnehmende

Die pastoralpsychologische Aus- und Weiterbildung in Seelsorge, CPT ist für Personen vorgesehen, die sich beruflich in qualifizierter Weise mit kirchlicher Seelsorge befassen. Sie richtet sich in erster Linie an Seelsorgerinnen und Seelsorger einer der drei Landeskirchen. Die Kursteilnehmenden können auch anderen Kirchen und christlichen Gemeinschaften angehören.
An langen CPT-Kursen können Personen teilnehmen, die aufgrund ihres Theologiestudiums bzw. ihrer kirchlichen Berufsausbildung die Voraussetzung für eine kirchliche Anstellung besitzen und sich in Seelsorge weiter qualifizieren möchten. Grundsätzlich wird abgeschlossenes Theologiestudium, abgeschlossene kirchliche Berufsausbildung (z.B. Sozialdiakonische Ausbildung, Katechetische Berufsausbildung oder  ReligionspädagogInnen – am Religionspädagogischen Institut RPI der Uni Luzern) und Berufserfahrung im kirchlichen Dienst vorausgesetzt. Vor dem ersten langen Kurs ist ein Wochenkurs CPT zu besuchen. Theologinnen und Theologen mit einem Hochschulabschluss haben die Möglichkeit die praxisbezogene Weiterbildung von CPT mit einem Zertifikat, Diplom und/oder Master in Seelsorge Pastoralpsychologie an der Universität Bern oder an der Theologischen Hochschule Chur abzuschließen.
Die Kursteilnehmenden sind von ihrer Kirche angestellt oder streben neu, resp. wieder eine Anstellung an.

Aufbau Ausbildung

CPT Grundausbildung:
Die Grundausbildung CPT besteht aus einem Wochenkurs (Modul A-1) und zwei langen Kursen (Modul A-2 ) en bloc oder fraktioniert im Umfang von sechs Wochen. Interessierte können einen Wochenkurs besuchen und später einen oder zwei lange Kurse, je nach beruflicher Situation. Insofern ist CPT modular.

Artikel zum Thema

Gezielte CPT-Ausbildung Teil 1 Gezielte CPT-Ausbildung Teil 2

CPT Abschlüsse nach Bologna

CAS, DAS und MAS

Voraussetzungen:

Zertifikat (CAS): Ein Wochenkurs (Modul A-1) und ein langer Kurs (Modul A-2) ergänzt mit einem universitären Zusatzmodul (B-Modul) à 4 Tage.

Diplom (DAS): Ein Wochenkurs (Modul A-1) und zwei lange Kurse (Modul A-2) ergänzt mit einem universitären Zusatzmodul (B-Modul) à 8 Tage und einer Diplomarbeit.

Master (MAS): Der Master in Seelsorge und Pastoralpsychologie kann aufbauend auf dem Diplom erreicht werden.